Die Fußballbehörden können den Verkauf von Stadien in der Premier League blockieren

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Von Joan

Der englische Fußball steht vor wichtigen regulatorischen Veränderungen, insbesondere hinsichtlich des Verkaufs von Stadien der Premier-League-Clubs. Diese Initiative zielt darauf ab, die finanzielle Integrität und Nachhaltigkeit der Clubs zu wahren, indem sie mögliche Missbräuche verhindern, die aus solchen Transaktionen resultieren könnten.

Stärkung der Befugnisse des Regulators

Die britische Regierung plant, einem unabhängigen Regulator die Befugnis zu erteilen, den Verkauf von Stadien an verbundene Unternehmen oder Dritte zu untersagen. Diese Maßnahme soll in ein Gesetzesvorhaben zur Governance des Fußballs aufgenommen werden, das die fünf obersten Ligen des Männerfußballs in England abdeckt. Somit muss jeder Club, der bereit ist, seine Sportstätte zu verkaufen, die Genehmigung des Regulators einholen.

Diese Entscheidung folgt einem Versuch der Premier League im vergangenen Juni, eine Lücke zu schließen, die es den Clubs ermöglicht, außergewöhnliche Gewinne aus dem Verkauf ihrer Vermögenswerte zu realisieren und somit den Regeln zur Rentabilität und Nachhaltigkeit zu entkommen. Allerdings fand diese Initiative nicht die ausreichende Unterstützung der Clubs.

Bedingungen für den Verkauf eines Stadions

Clubs, die ihre Stadien verkaufen möchten, müssen nachweisen, dass dies ihren langfristigen Interessen dient. Entgegen aller Erwartungen ist der Verkauf von Stadien an verbundene Unternehmen bereits von der EFL (English Football League) untersagt, und der Regulator wird ähnliche Befugnisse in der Premier League erhalten.

Quellen aus dem Ministerium für Kultur, Medien und Sport (DMCS) haben angedeutet, dass diese Anfragen nur genehmigt werden, wenn der Club nachweisen kann, dass sie für seine Zukunft vorteilhaft sind und die Unterstützung seiner Anhänger genießen.

Bewahrung von Gemeinschaftseigentum

Die Regierung hat klar zum Ausdruck gebracht, dass sie die Clubs und ihre Stadien als Gemeinschaftseigentum schützen möchte. Dieses Gesetzesvorhaben umfasst Schutzmaßnahmen gegen Clubs, die einen Umzug anstreben, um eine starke Verbindung zwischen den Teams und ihren Heimatstädten aufrechtzuerhalten.

Die jüngsten Beispiele von Clubs, die ihre Stadien verkauft haben, wie Aston Villa, verdeutlichen die Notwendigkeit, diese Einschränkungen einzuführen. Villa Park wurde für 56,7 Millionen Pfund an ein nach den Eigentümern kontrolliertes Unternehmen verkauft, wodurch der Club Sanktionen wegen Nichteinhaltung der Regeln für finanziellen Fair-Play entging.

Laufende Diskussionen über die Finanzierung

Das vom DMCS vorbereitete Gesetz könnte auch Maßnahmen enthalten, um die Spannungen zwischen der Premier League und der EFL hinsichtlich der Abfindungszahlungen zu lösen. Die Bedeutung dieser Entscheidungen wird durch die jüngste Schiedsspruchentscheidung in Bezug auf die rechtlichen Herausforderungen von Manchester City verstärkt, die die Möglichkeit eines neuen finanziellen Abkommens weiter kompliziert.

Die nächsten Schritte werden entscheidend sein, da die Umsetzung dieser neuen Vorschriften die finanzielle Dynamik im englischen Fußball verändern könnte, während die Interessen der Clubs und der Anhänger gewahrt bleiben.

Source : www.theguardian.com