Das recente Urteil zu den Übertragungsrechten der Bundesliga hat erhebliche Auswirkungen auf die Fußballfans. In der Tat hat die Plattform DAZN einen juristischen Sieg gegen die DFL errungen, was zu einer wesentlichen Änderung bei der Vergabe der TV-Rechte für die kommenden Saisons führt.
Ein wegweisendes Urteil für DAZN
Die Entscheidung des Schiedsgerichts hat die Vergabe der TV-Rechte, die die größte Anzahl von Bundesliga-Spielen umfasst, einschließlich 196 Live-Spielen, außer Kraft gesetzt. Dieses Paket, das als Paket B bezeichnet wird, muss nun für die Saison 2025/26 umkonfiguriert werden. DAZN hatte ein Angebot von 1,6 Milliarden Euro für dieses Paket eingereicht, was 400 Millionen Euro pro Jahr entspricht. Die DFL forderte jedoch eine Bankgarantie innerhalb von 24 Stunden, die DAZN nicht bereitstellen konnte.
Sky war zunächst für dieses Paket ausgewählt worden, aber diese Entscheidung wurde inzwischen aufgehoben. Allerdings hat DAZN nicht das volle, was sie beantragt hatte, da das Gericht entschied, dass die Plattform nicht alle Anforderungen der Ausschreibung erfüllte.
Auswirkungen auf Sky und die nächsten Schritte
Sky, das das Recht verloren hat, das Paket B zu vermarkten, könnte in Erwägung ziehen, diese Entscheidung vor einem obersten Gerichtshof anzufechten. Eine solche Maßnahme könnte jedoch erst im November ergriffen werden, nachdem die Gründe des Urteils vom Gericht kommuniziert wurden.
Was die Zukunft des Ausschreibungsprozesses betrifft, hat die DFL angekündigt, dass sie nach einer internen Bewertung über die nächsten Entwicklungen informieren wird. Ziel ist es, rechtliche Sicherheit zu schaffen, um weitere Unterbrechungen durch rechtliche Anfechtungen zu vermeiden.
Folgen für Abonnements und Preise
Die Frage der Abonnements bleibt ungewiss. Der Ausschreibungsprozess sollte zwischen zwei und drei Wochen dauern, mit Ergebnissen, die zwischen Herbst und nächstem Frühjahr erwartet werden. Eine Preiserhöhung der Abonnements ist ebenfalls ein Spekulationsthema; DAZN hatte ein ziemlich hohes Budget vorgeschlagen, das die Tarife beeinflussen könnte, obwohl eine Erhöhung kurzfristig als unwahrscheinlich angesehen wird.
Sky zahlt derzeit etwa 595 Millionen Euro für 200 Spiele am Samstag. Die Dynamik der Ausschreibung könnte Sky dazu zwingen, sein Angebot zu überdenken, was Auswirkungen auf die Abonnementpreise haben könnte.
Nachhaltigkeit der TV-Rechteanbieter
Trotz der Entscheidung des Gerichts scheint der aktuelle Trend darauf hinzuweisen, dass DAZN und Sky weiterhin um die Übertragungsrechte konkurrieren werden. Diese Zusammenarbeit könnte sich ebenfalls fortsetzen, da beide Parteien Anzeichen einer Bereitschaft zeigen, ihre Zusammenarbeit mit der DFL fortzusetzen.
Schließlich war DAZN dafür bekannt, aggressiv auf das gewünschte Rechtepaket zu zielen, aber mit der Aufhebung des Überraschungsfaktors kann Sky nun im Voraus planen und potenziell seine Auktionsstrategie verbessern, um eine starke Position im Wettbewerb um diese wertvollen Rechte zu sichern.
Quelle: www.bild.de